Interferenzstromtherapie

Die Interferenzstromtherapie ist ein Verfahren aus der Elektrotherapie, bei dem zwei mittelfrequente Wechselströme im Körper überlagert werden. Durch diese Überlagerung entsteht ein therapeutischer Niederfrequenzstrom, der tief ins Gewebe eindringen kann. Die Methode wird in der Physiotherapie eingesetzt, um Schmerzen zu lindern, Muskeln zu entspannen und die Durchblutung zu verbessern.

Prinzip der Interferenz

Bei der Behandlung werden Elektroden über Kreuz auf der Haut angebracht. Dort, wo sich die beiden Stromfelder treffen, kommt es zur sogenannten Interferenz – einer Überlagerung, die sanfte Schwingungen im Gewebe erzeugt. Diese wirken stimulierend auf Nerven, Muskeln und Durchblutung, ohne die Haut stark zu reizen.

Wirkungen

  • Schmerzlinderung durch Hemmung der Schmerzrezeptoren
  • Verbesserung der Mikrozirkulation
  • Lockerung verspannter Muskulatur
  • Förderung des Lymphabflusses

Anwendungsgebiete

Interferenzstromtherapie wird häufig bei chronischen Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Arthrose, Gelenkreizungen oder Durchblutungsstörungen angewendet. Auch nach Operationen kann sie zur Schmerzlinderung beitragen und die Regeneration fördern.

Behandlungsablauf

Eine Sitzung dauert meist 10 bis 20 Minuten. Die Intensität wird individuell angepasst, sodass ein angenehmes Kribbeln spürbar ist. Die Behandlung ist schmerzfrei und kann mit anderen physiotherapeutischen Maßnahmen kombiniert werden, etwa mit Wärmetherapie oder Bewegungstherapie.

Hinweise

Die Anwendung sollte nur durch geschulte Therapeutinnen und Therapeuten erfolgen. Personen mit Herzschrittmacher, Schwangerschaft oder offenen Wunden im Behandlungsbereich sollten auf Interferenzstrom verzichten.

Verwandte Begriffe: Elektrotherapie, TENS, Physikalische Therapie