Lumbago ist ein medizinischer Begriff für den sogenannten „Hexenschuss“. Dabei handelt es sich um plötzlich auftretende, stechende Schmerzen im unteren Rückenbereich. Lumbago entsteht meist durch eine akute Muskelverspannung oder Blockierung im Bereich der Lendenwirbelsäule, häufig ausgelöst durch eine abrupte Bewegung oder Fehlbelastung.
Typische Merkmale
Der Schmerz tritt oft unvermittelt auf, etwa beim Bücken oder Aufstehen. Betroffene nehmen reflexartig eine Schonhaltung ein, um den Schmerz zu vermeiden. Die Beweglichkeit ist deutlich eingeschränkt, und bereits kleine Bewegungen können sehr schmerzhaft sein. Meist bleibt der Schmerz auf den unteren Rücken begrenzt und strahlt nicht in die Beine aus – im Gegensatz zum Bandscheibenvorfall.
Ursachen
- Verkrampfung oder Überlastung der Rückenmuskulatur
- Blockierungen kleiner Wirbelgelenke
- Plötzliche, ungewohnte Bewegung
- Kälte oder Zugluft als auslösende Faktoren
Behandlung
Nach der ärztlichen Abklärung erfolgt in der Physiotherapie eine funktionelle Untersuchung, um muskuläre Dysbalancen oder Gelenkblockierungen zu erkennen. Die Behandlung umfasst meist sanfte Mobilisation, Wärmebehandlung und Lockerung der Muskulatur. Nach der akuten Phase werden Dehn- und Kräftigungsübungen eingesetzt, um Rückfällen vorzubeugen.
Therapieziele
- Schmerzlinderung und Muskelentspannung
- Wiederherstellung der Beweglichkeit
- Verbesserung der Haltung und Körpermechanik
- Aufklärung über rückenschonendes Verhalten
Prognose
In der Regel klingen die Beschwerden innerhalb weniger Tage bis Wochen ab. Wichtig ist, trotz Schmerzen möglichst aktiv zu bleiben und Schonhaltungen zu vermeiden. Regelmäßige Bewegung, ergonomisches Verhalten und gezieltes Training sind die besten Maßnahmen, um Lumbago vorzubeugen.
Verwandte Begriffe: Lumbalgie, Rückenschmerzen, Manuelle Therapie